SamstagsUni Augst
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Vorträge in Augst
Vorträge Augst, Landsitz Castelen, Giebenacherstrasse 9, Augst
10.15 - 11.45 Uhr


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Das römische Legionslager Vindonissa
In Zusammenarbeit mit der Vindonissa-Professur am Seminar für Ur- und Frühgeschichte der Universität Basel

Samstag, 2.4.2011 Vindonissa und die römische Schweiz
Spätestens seit der Eroberung Galliens durch Caesar (58-52 v. Chr.) stand das Gebiet um den Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat in Kontakt mit der Grossmacht Rom. In den Jahrzehnten vor Christi Geburt haben sowohl die keltischen Helvetier wie auch das römische Militär auf dem Windischer Sporn ihre Spuren hinterlassen. In spätkeltischer Zeit stand auf dem Windischer Sporn ein "oppidum" der Helvetier, in römischer Zeit zuerst ein kleiner römischer Posten, dann das einzige Legionslager auf dem Gebiet der römischen Schweiz.
Peter-Andrew Schwarz, Prof.Dr., Professor für Provinzialrömische Archäologie, Universität Basel

Samstag, 9.4.2011 Das zivile Vindonissa
Die Stationierung von rund 6000 Soldaten führte dazu, dass rund um das Legionslager städtisch anmutende Siedlungen entstanden. In diesen "vici" liessen sich Handwerker und Händler, aber auch Familien der Armeeangehörigen nieder. Die enge Symbiose zwischen Militär und Zivilbevölkerung endet um 101 n. Chr. mit dem Abzug der 11. Legion. Die Garnisonsstadt wandelt sich zur reinen Zivilsiedlung.
Hannes Flück, Archäologe, Wiss. Assistent, Universität Basel

Samstag, 16.4.2011 Vindonissa und sein Umland
Das Legionslager beeinflusste auch die Entwicklung der Siedlungslandschaft in der näheren und weiteren Umgebung von Vindonissa. So dürften nicht nur die Besitzer der Gutshöfe, sondern auch die Kleinstädte von der Militärpräsenz profitierten haben, so z. B. der Kurort Aquae-Helveticae (Baden) oder die Ziegeleien in Rupperswil/Hunzenschwil. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich aber, dass die Abhängigkeit vom Militär wesentlich kleiner war, als gemeinhin vermutet wird. Viele Kleinstädte und Villen wurden schon vor dem Bau des Legionslagers (um 15 n. Chr.) gegründet und der Abzug des Militärs (um 101 n. Chr.) führte nur in Einzelfällen zu einer spürbaren wirtschaftlichen Stagnation.
Andrew Lawrence, Archäologe, Wiss. Assistent, Universität Basel

Samstag, 7.5.2011 Exkursion nach Vindonissa
Am Vormittag besuchen wir die attraktive Dauerausstellung im unlängst neu eröffneten Vindonissa Museum. Die ausgestellten Fundobjekte illustrieren in einmaliger Weise den Alltag der im Legionslager stationierten Soldaten, aber auch der in Vindonissa und im Umland ansässigen Zivilisten.

Nach dem Mittagessen besichtigen wir einige ausgewählte Stationen des 2009 eröffneten Legionärspfads. Ziel dieser "Forschungsreise" sind die originalgetreu rekonstruierten Mannschaftsbaracken (contubernia), eine stimmungsvoll in Szene gesetzte Badeanlage, die einzige noch funktionierende römische Wasserleitung nördlich der Alpen sowie das Südtor mit den hervorragend erhaltenen Resten der Lagerhauptstrasse (via Praetoria).

09:00 - 17.00 Uhr, Treffpunkt Bahnhof Brugg, vor dem Haupteingang (Hinfahrt: Basel SBB ab 08.13, Brugg an 08.57; Rückfahrt: Brugg ab 17.02, Basel SBB an 17.47, Jede/r löst sein Billett selbst), CHF 75.00 (Leitung, Mittagessen, Eintritt Vindonissa-Museum), Gehzeit während der Exkursion: Ca. 1.5 Stunden


Christa Ebnöther El Haddad, Prof.Dr., Professorin für Archäologie der Römischen Provinzen, Universität Basel
Hannes Flück, Archäologe, Wiss. Assistent, Universität Basel
Andrew Lawrence, Archäologe, Wiss. Assistent, Universität Basel
Peter-Andrew Schwarz, Prof.Dr., Professor für Provinzialrömische Archäologie, Universität Basel


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